Impfen – nicht nur für Kinder wichtig!

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Das Thema Impfen betrifft nicht nur Ihre Enkel sondern auch Sie.

Nicht nur die Kleinen, sondern auch Erwachsene brauchen Schutz. Denn die Familie rings um ein Kind sollte schließlich auch geimpft sein, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden.

Die meisten sind nicht mal gegen das Impfen, nur viele denken einfach nicht dran. Jedoch ist Impfen eine wichtige Vorbeugemaßnahme gegen den Schutz von ansteckenden Krankheiten. Die modernen Impfstoffe sind gut verträglich. Nebenwirkungen werden nur in seltensten Fällen beobachtet.

Umfassende Informationen, in welchem Alter Sie und Ihre Enkelkinder sich gegen welche Krankheit impfen sollten, finden Sie bei der STIKO, der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (www.rki.de).

Windpocken

Zwar verläuft die Krankheit in den meisten Fällen problemlos, jedoch rät der Kinderarzt Kinder zweimal gegen Windpocken impfen zu lassen. Die erste sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten vollzogen werden. Eine zweite Impfung sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten folgen. Zu beachten ist, dass die zweite Impfung erst mindestens zwei Monate nach der ersten gegeben werden sollte.

Keuchhusten

Auch sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen ist wichtig. Bekommt man diese Krankheit, ist man wochenlang Antibiotika ausgesetzt. Trotzdem machen es viele nicht, obwohl eine Nachimpfung für einen lebenslangen Schutz reicht. Um sich vor Keuchhusten zu schützen, sollte man ungefähr alle zehn Jahre zum Nachimpfen gehen.

Tetanus

Diese Impfungen sollte jeder alle 10 Jahre auffrischen lassen, nach einer Verletzung eventuell schon früher. Der Aufbau des Impfschutzes erfolgt meistens schon im Kindesalter. Eine Auffrischungsimpfung sollte als einmalige Kombinationsimpfung mit einer Keuchhustenkomponente im Erwachsenenalter verabreicht werden.

Grippe

Eine Grippeschutzimpfung bietet zwar keinen 100-prozentigen Schutz, ist aber sehr sinnvoll und eine effektive Maßnahme um einer Grippe vorzubeugen. Der beste Zeitpunkt für diese Impfung sind die Monate Oktober und November. Denn dadurch kann sich der volle Impfschutz in den Wintermonaten aufbauen und Sie und Ihre sind für eine Grippewelle von Januar bis März gut gewappnet. Besonders für Menschen über 60 ist es wichtig, sich jedes Jahr erneut gegen Grippe impfen zu lassen.

Mumps, Masern, Röteln

Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten sollten gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft werden. Diese Impfung hält bis ins hohe Alter an. Es gibt auch die Möglichkeit parallel dazu die erste Windpocken Impfung machen zu lassen. Mit diesem Kombi-Impfstoff sind alle vier Krankheiten gleichzeitig abgedeckt. Dr. med. A. Busse gibt folgende Empfehlung dazu: „Alle Personen, die mit Kindern in engem Kontakt stehen (also Eltern, Großeltern und andere Betreuungspersonen), sollten einen ausreichenden Immunschutz gegen Keuchhusten und Masern haben.“

Hepatitis A und B

Für den Schutz gegen Hepatitis A gibt es unterschiedliche Impfstoffe, die einzeln oder in Kombination mit einer Hepatitis B-Impfung verabreicht werden können. Für den langfristigen Aufbau des Impfschutzes benötigt man zwei bis drei Impfungen. Die Hepatitis B Impfung kann bereits im Säuglingsalter ab der neunten Woche gegeben werden. Die zweite und dritte Impfung enthalten die Kinder im Alter von drei und vier Monaten. Im Alter von einem Jahr wird die vierte Teilimpfung gegeben.

FSME

FSME steht für „Frühsommer-Meningoenzephalitis“. Es handelt sich um eine Gehirn-, Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die durch einen Zeckenstich übertragen werden. Die STIKO empfiehlt Menschen, die sich öfter in der Natur aufhalten, sich zum sicheren Schutz gegen FSME zu impfen. Für einen mehrjährigen Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres nötig. Die Impfauffrischungen sollten alle drei bis fünf Jahre vollzogen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Impfung aufgrund von Nebenwirkungen teilweise kritisch gesehen wird. Lass Sie sich am besten von Ihrem Hausarzt beraten.

Meningokokken

Bei dieser Krankheit kann es zu einer bakteriellen Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen. Besonders Jugendliche und Kinder unter fünf Jahren sind zum Großteil davon betroffen. Die Impfung wird den Kindern im Alter von 2 Jahren einmalig verabreicht. Jugendliche die noch nicht gegen Meningokokken geimpft sind, wird empfohlen dies schnellmöglich nachzuholen.

Pneumokokken

Diese Impfung ist besonders Menschen ab 60 Jahren zu empfehlen. Pneumokokken kann bei älteren Menschen eine schwere Lungenentzündung auslösen. Eine Impfauffrischung sollte mit dem Hausarzt abgesprochen werden.

Nehmen Sie sich doch mal wieder Ihren Impfpass zu Hand und lassen Sie Ihre Impfungen bei einem Arzt überprüfen und auffrischen, um sich und Ihre Enkel zu schützen.

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