Mit Freude sparen - früh anfangen lohnt sich, Illustration: Inke Ehmsen.

Früh vorsorgen für die Enkel

4 Minuten Lesezeit

Für kleine Sparfüchse und clevere Großeltern

Wer heute schlau anlegt, erleichtert seinen Enkeln später den Start. Ob Ausbildungsversicherung oder Banksparplan, der Grundstein zur Erfüllung kleiner und großer Wünsche sollte früh gelegt werden.
Kaum ist das erste Enkelkind geboren, machen sich die meisten Großeltern sofort Gedanken um eine Vorsorge für das Kind.
Wollen Sie Ihren Enkeln auch einen finanziellen Grundstein für einen sorgenfreien Start ins Studium, in die Ausbildung oder für den Führerschein legen?
Je eher Sie das Sparen starten, desto besser. Schließlich wollen Großeltern für ihren Enkel nur das Beste, auch finanziell. Neben besonderen Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten, an denen die Kinder mit Bargeld beschenkt werden, eignen sich langfristig auch regelmäßige finanzielle Einlagen. Zum Beispiel auf einem eigenen Konto. Doch die Formalitäten zwischen den Banken unterscheiden sich und es lohnt sich genauer hinzusehen:

Voraussetzungen

Für die Einrichtung eines Sparkontos bei der Bank benötigen Sie die Geburtsurkunde Ihres Enkelkinds. Meist reicht auch eine einfache Kopie. Außerdem brauchen Sie die Zustimmung der Eltern als gesetzliche Vertreter des Kindes. Bis zur Volljährigkeit Ihrer Enkelkinder können auch deren Eltern jederzeit auf das eingerichtete Konto zugreifen. Jedoch dürfen die Eltern das Geld nur verwenden, wenn sie auch nachweisen können, dass sie es für das Kind ausgeben.

Sparmodelle

Es gibt verschiedene Sparmodelle, die Sie für Ihre Enkelkinder nutzen können. Die erste Möglichkeit ist ein Banksparplan. Ein Banksparplan ist eine sehr sichere Geldanlage. Auf das Konto können Sie monatlich auch kleine Beiträge einzahlen, wie beispielsweise zehn Euro. Jedoch ist es wichtig zu wissen, dass die Verzinsung eines solchen Kontos eher niedrig ist und sehr variabel sein kann.
Wenn Sie eher gewinnbringend und auf lange Sicht Geld für Ihre Enkelkinder anlegen möchten ist der Fondssparplan eine gute Alternative. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass diese Anlage nicht vollkommen sicher ist und zudem oft hohe Fondsgebühren und Kosten für Depots aufkommen. Wenn Sie unsicher sind, gibt es auch die Möglichkeit das Geld für Ihre Enkelkinder aufzuteilen: Den einen Teil in ein Banksparplan einzuzahlen und den restlichen Teil in Fonds, in die ab 25 Euro im Monat eingezahlt werden kann.
Wer Geld für das Studium oder einen Auslandsaufenthalt der Enkelkinder hinterlegen möchte, ist mit einem Auszahlplan gut beraten. Hierbei fließen Einmalzahlungen und Sparraten in den Auszahlplan. Diese können ab einem vorgesehenen Zeitpunkt als monatliche „Rente“ entnommen werden. Das übrige Geld auf dem Konto wird weiterhin verzinst.

Von einer Ausbildungsversicherung für Ihre Enkelkinder ist eher abzuraten, da sie sehr unflexibel ist. Es handelt sich hierbei um eine Kapitallebensversicherung. Diese ist meist auf die Laufzeit bis zum 18. Lebensjahr oder zu Beginn der Berufsausbildung oder Studiums des Kindes vorgesehen. Wird jedoch vor dem Ablauf Geld von dem Konto gebraucht, kann das sehr teuer sein, da auf den Rückkaufwert zugegriffen werden muss. Weiterhin fallen hohe Nebenkosten an.*

Wie Sie sich letztendlich entscheiden bleibt völlig Ihnen selbst überlassen. Ihre Enkel würden sich aber sicherlich über eine kleine Unterstützung von Ihnen freuen und wer lieber auf traditionelle Werte setzt, der kommt nicht herum um beständige Anlagen in Gold wie Schmuck für die Enkelin und eine Uhr und Münzen für den Enkelsohn.

* Quelle: sparkonto.org

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